Mehr Licht! Illumination als Pfeiler im städtischen Place Making

mqZu keiner Jahreszeit ist die Innen-Stadt emotional derart aufgeladen wie in diesen Wochen vor Weihnachten. Da sind die Vorfreuden der Adventszeit, die für den Winter typischen atmosphärischen Spannungspole – Hell und Dunkel, Kalt und Warm, Drinnen und Draußen – und das Glitzern der Weihnachtsbeleuchtung. Es ist dieser sinnliche Mix, der einen betört – der Duft von Glühwein, die leuchtenden Buden auf dem Weihnachtsmarkt, die Sterne über den Einkaufsstraßen – ein emotionales Leuchtfeuer, das einen Schritt für Schritt zurück in die eigene Kindheit führt. Licht hat im vorweihnachtlichen Story Telling eine zentrale Bedeutung, und die geht weit über die Inszenierung der Weihnachtsmärkte hinaus.

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Mood Management

Licht ist ja nicht nur Übermittler von Nachrichten und Energie, sondern insbesondere auch von Emotionen. Licht bringt die Menschen zum Staunen und Träumen, es beeinflusst unsere Stimmung, es akzentuiert – im Wechsel von Helligkeit und Schatten – Räume und Raum-Gefühle. Licht – als vierte Dimension und als fluider Baustoff – ist ein unschätzbares Kommunikations-Instrument – im Handel wie im Urban Design.

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Nicht nur die großen Lichtfestivals – von Lyon bis Eindhoven, von den Essener Lichtwochen bis zum Festival of Lights in Berlin – sind Magnete im Städte-Tourismus. Der strategische Einsatz von Licht ist generell ein Pfeiler des Urban Branding – immer mehr Städte haben einen eigenen Illuminierungs-Masterplan (der Pionier ist hier Lyon), um sich ins rechte Licht zu rücken, um spezielle Viertel und ikonografische Gebäude mit Licht zu akzentuieren sowie die Besucher-Ströme entsprechend zu lenken. Licht ist weit mehr als nur kosmetischer Aufputz, es ist das emotionale Ausrufezeichen im Setting von Symbolen, Signature Buildings und städtischen Landmarks. So wie im Retail-Bereich Marken- und Produktwelten mit Licht inszeniert werden, so müssen auch urbane Räume markenzentriert – also je nach ihrer kleinräumigen Identität – ausgeleuchtet werden.

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Innen-Städte sind begehbare Geschichte(n) in 3 D – dies wird besonders in der glitzernden Vorweihnachtszeit sicht- und spürbar. Stadt-Räume werden zu Bühnen ausgeleuchtet, die für Stadt-Konsumenten Erlebnisse und Identität schaffen. Licht ist dabei ein emotionaler Trigger, es erhöht die Verweildauer und stimuliert den Konsum. Der strategische Einsatz von Licht macht aus urbanen Räumen spannende Erlebnis-Welten und aus der Innenstadt eine Visitenkarte.

fotolia_2Konsum erfolgt im Spannungs-Dreieck Stimulanz, Dominanz und Balance, wie es der Neuromarketing-Experte Hans Georg Häusel treffend diagnostiziert hat – diese Spannung zwischen den Nutzer-Motiven gilt es auch im städtischen Raum zu halten und virtuos zu bespielen.

Städtisches Place Making mittels Licht-Inszenierung ist nur dann erfolgreich, wenn es gelingt, die Magie des Ortes in ein stimmiges Bühnenbild zu fassen.

Dabei müssen die 3 P’s

  • People
  • Place
  • Purpose

konsistent im Sinn der städtischen Identität in Geschichten und in narrative Lichträume übersetzt werden. Dann geht den Menschen ein Licht auf, wenn sie durch die nächtlichen Innenstädte flanieren.

Scan0006Andreas Reiter hielt vor kurzem einen Vortrag auf dem Stadtmarketingtag Nordrhein-Westfalen in Essen zum Thema Place Making und städtisches Lichtdesign.

Best-Of-Beispiel: Beeindruckende – weil markenzentrierte – Licht-Inszenierungen bietet MK Illumination. In vielen europäischen Städten bringt das leuchtende Story Telling des Innsbrucker Unternehmens die Menschen gerade jetzt zu Weihnachten zum Staunen. http://www.mk-illumination.at/

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